Eigentlich liegen Bücher bei mir nicht lange ungelesen auf dem Stapel. Mit Alexandra Fabits Buch Tiere verstehen mit allen Sinnen verhält es sich anders. Ich bin um das Buch herumgeschlichen. Wie ein mäkliger Hund um einen Napf Trockenfutter. Weshalb? Ich hatte bei der Bestellung des Buches den Untertitel nicht gelesen. Er lautet: Anleitung zur telepathischen Kommunikation zwischen Mensch und Tier. Nun bin ich ein skeptischer Mensch, der einen seriösen Rezensionsblog betreibt. Wie soll ich da eine Anleitung zur telepathischen Kommunikation platzieren?
Autor: hundimbuch
Über David Garnetts Roman „Mann im Zoo“
Was geschieht, wenn sich die Grenzen zwischen Mensch und Tier verwischen? Der englische Schriftsteller David Garnett (geboren 1892) widmet diesem Thema zwei seiner frühen Romane. 1922 variiert er in Lady into Fox das Wehrwolfthema, indem er eine englische Hausfrau in einen Fuchs verwandelt. 1924 greift er in Mann im Zoo (A Man in the Zoo) das Mensch-Tier-Thema wieder auf.
Über Claudia Boldts Kinderbuch Ferdinand Fuchs frisst keine Hühner.
Ein Fuchs ist schlau, hat ein rotes Fell, gute Ohren und: Er frisst, was er so erbeuten kann. Auch Hühner. Mit diesem ungezügelten Fressverhalten hat der Fuchs es etwas schwerer als andere Tiere, sich die Herzen der Kinder zu erobern. Darum ist er im Kinderbuch oft der listige (oder gar hinterlistige) Bösewicht. Claudia Boldt hat einen ganz neuen Fuchstypen entworfen: Ferdinand, ein junger Fuchs, der keine Hühner fressen möchte, weil er Vegetarier ist und lieber Schweizer Käse mag. Auch bezüglich seiner Berufswünsche tanzt er aus der Reihe: Anstelle Dieb mit Spezialrichtung Federvieh zu sein, möchte er später einmal Detektiv werden.
Über Peng und Hus Kritzelbuch Hirameki. Miau Wau Wau.
Die bunte Pause -nicht nur - für Hundefreunde. Angeblich entdeckte das Künstler-Duo Peng und Hu das Hirameki zufällig, beim Abtupfen seiner Pinsel im Atelier. Aus zufälligen Klecksen und Flecken wurden pointierte, kleine Zeichnungen, Miniaturkunstwerke. Und da das zeichnerische Weiterfabulieren der Kleckse den beiden Künstlern große Freude machte, entschlossen sie sich, ihre Kleckskunst in Buchform zu … Weiterlesen Über Peng und Hus Kritzelbuch Hirameki. Miau Wau Wau.
Über Jutta Neuschäfers Kinderbuch Herr Lupus.
Hund Lupus ist tatsächlich ein Glückspilz. Der kleine griechische Straßenhund mit einem aparten Fleck über dem linken Auge findet ein neues Zuhause in Deutschland. Dort trifft er es in zweierlei Hinsicht gut: Seine neuen Menschen sind große Hundekenner und wissen, wie man mit dem armen kleinen Kerl umgehen muss. Außerdem – und das ist für den Neuankömmling das Entscheidende – lebt in seiner neuen Familie Miss Möppy, seine „Adoptivschwester“, eine erfahrene Labradorhündin, die ihn geduldig und kenntnisreich in seine neue Welt einführt. Der kleine Mischlingshund erzählt seine Abenteuer – angefangen bei der nächtlichen Ankunft am Flughafen in Deutschland - aus seiner eigenen hündischen Perspektive und richtet sich dabei höchstpersönlich an seine jungen Leser und Zuhörer.
Sonntagsfrage: Welches Zitat (aus einem aktuellen Buch) ist mir in letzter Zeit im Gedächtnis geblieben?
"Ein Mensch, der mit seinem Hund redet, weiß um die Durchlässigkeit der Artengrenzen. Er hat den ersten und entscheidendsten Schritt auf dem Weg zum Schamanen getan." Ich habe es gestern Abend erst entdeckt. Das wunderbare Zitat stammt aus: Charles Foster Der Geschmack von Laub und Erde. Wie ich versuchte, als Tier zu leben. Piper-Verlag München, … Weiterlesen Sonntagsfrage: Welches Zitat (aus einem aktuellen Buch) ist mir in letzter Zeit im Gedächtnis geblieben?
Über Marion Poschmanns Roman “Die Sonnenposition“.
Marion Poschmanns Roman Die Sonnenposition ist ein klassischer Fall für meine Rubrik „Buch ohne Hund“! Das Buch kommt zwar komplett ohne Hunde aus, ist aber ein so besonderes Stück Literatur, dass ich es an dieser Stelle unbedingt besprechen muss. In Die Sonnenpostion kommen nämlich zwei weitere meiner Leidenschaften voll und ganz auf ihre Kosten: Meine Begeisterung für historische Architektur und mein Faible für skurrile Typen. Marion Poschmann beherrscht es, beides in Literatur umzusetzen.
Über Hilmar Klutes Hunde-Buch “Winston“.
Wie der Mann zum Hund kam. Eigentlich glaubte ich immer, dass man die Menschen sauber und ordentlich in zwei Sorten einsortieren kann: In diejenigen, die Hunde lieben, und in solche, die Hunde hassen. Hilmar Klute (Jahrgang 1967 und Redakteur der Süddeutschen Zeitung) zählt sich zu einer dritten Gruppe: Zu den Menschen, denen Hunde völlig gleichgültig … Weiterlesen Über Hilmar Klutes Hunde-Buch “Winston“.
Über Peter Wohllebens Buch „Das Seelenleben der Tiere“.
Ist es tatsächlich so, dass die Schöpfung (oder wer es lieber mag: Die Evolution) speziell für uns Menschen einen „biologischen Sonderweg“ entwickelt hat? Sind wir die einzigen, die ein bewusstes Leben mit einem großen Spektrum an Emotionen und Gefühlsäußerungen führen können? Nun, wer sich diese Frage gar nicht erst stellt, würde sich nicht über 240 lesenswerte Seiten damit befassen. Peter Wohlleben, studierter Forstwirt, stellt sich dieser Frage und kommt zu interessanten Ergebnissen.
Über Boris Friedewalds Buch „Die Tiere von Picasso“.
Das kleine Bändchen über Picassos Tiere ist ein wahrer Schatz. Es führt in knapper, gut lesbarer Form in Picassos Leben und Werk ein. Man erfährt einiges über seine Frauen, Kinder und Liebschaften sowie über die Orte, an denen er arbeitete und lebte. Ganz nebenbei gelingt dem Kunsthistoriker Boris Friedewald eine Werkschau in nuce.
