Über Kaspar Panizzas Kriminalroman „Teufelskatz“.

Im Namen seiner Nudligkeit, dem fliegenden Spaghettimonster

Ich glaube, es gibt auf dem Buchmarkt mehr Katzen- als Hundekrimis. Das kann ich zwar statistisch nicht belegen, kommt mir aber so vor.  Als begeisterte Krimileserin muss ich daher auch in meinem Hundebuchblog auch immer mal auf Katzenkrimis ausweichen. Die samtpfötige Ermittlerin in Kaspar Panizzas Kriminalroman „Teufelskatze“ hört übrigens auf den Namen „Frau Merkel“ und ist eine sehr robuste und charmante Vertreterin ihrer Art. Ich glaube, dass ich da auch für Pepita sprechen darf, die sonst Katzen ziemlich feindselig gegenüber steht.

„Teufelskatz“ ist Panizzas zweiter Krimi um den Münchner Kommissar Steinböck und seine Katzedame. Der Krimi dreht sich um einen ermordeten Pfarrer, dessen Mutter und einen entführten Erzbischof. Ein Kriminalfall in Kirchenkreisen ist – vor allen in den katholischen Gegenden der Republik – ja immer ein dankbares Thema. So auch in „Teufelskatz“. Natürlich ist bei Panizza auch in der katholischen Kirche nicht alles so fromm, wie es sein sollte. Und anstelle von Nächstenliebe und Gottgefälligkeit stehen in „Teufelskatz“ Verbrechen und Vertuschung im Vordergrund.

Kommissar Steinböck – und die redselige Frau Merkel – tun alles, um Licht ins Dunkel zu bringen. Ihre Ermittlungen laufen zunächst vielversprechend. Wenn da nicht die Gruppe selbsternannter „Pastafaris“ (ihres Zeichens Anhänger des „fliegenden Spaghettimonsters“) wären, die einiges an Verwirrung in die Ermittlungen bringen.

Das Setting zwischen Amtskirche und skurriler Nudel-Sekte ist originell und ergibt eine turbulente Geschichte, die einiges an Überraschungen und unerwarteten Wendungen zu bieten hat. Kaspar Panizza, der im Hauptberuf als Keramik-Künstler arbeitet, ist ein kreativer Erzähler mit viel Sinn für Humor. Es gelingt ihm, Erzählstränge zu entwickeln, zu ver- und entflechten und auf Spannung zu halten.

Untermalt und kommentiert wird die Handlung von Frau Merkel, die niemals ein Blatt vor den Mund nimmt und mit katzentypischer Schonungslosigkeit an ihrem Besitzer herumkritisiert. Meistens hat sie recht.

Mein persönliches Fazit:

Steinböck und Merkel sind ein sympathisches Ermittlerteam. Panizzas schreibt spannend und unterhaltsam. Was will man mehr von einem Krimi.


Abbildung Cover: Rechte beim Verlag


Zum Buch:

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Kaspar Panizza: Teufelskatz

Kriminalroman

Gmeiner-Verlag, Meßkirch 2017

ISBN: 978-3-8392- 2146-4

252 Seiten, 12 Euro