Über Peter Keglevics Roman „Ich war Hitlers Trauzeuge“

1000 km für das Tausendjährige Reich

Für fixpoetry durfte ich Peter Keglevics Roman „Ich war Hitlers Trauzeuge“ lesen und besprechen. Ein großartiges Buch, aber – mangels Hunde –  eigentlich nichts für meinen Blog. Aber weil mir das Buch so gut gefallen hat und weil am Ende doch noch ein paar Hunde eine unglückliche Rolle spielen, sollte es auf „Hund im Buch“ nicht fehlen. Zitat gefällig? Hier:

„Blondi, die Schäferhündin hatte schon am Vortag die Zyankalikapseln für den Führer getestet – erfolgreich, sie war sofort tot. Die fünf Welpen, allen voran Liebling Wolf, starben den Heldentod durch die Kugel. Hundeführer Tornow hatte sie erschossen. Darauf hin betrank er sich, rannte besoffen herum und schrie: „Der Führer ist gestorben! Rette sich, wer kann!“ Er meinte es symbolich, weil der Führer ohne seine Hunde ja nicht vorstellbar war, aber tatsächlich war er quicklebendig und legte sich die Karten.“

Zu meiner Rezension auf fixpoetry:

April 1945: Die Alliierten haben bereits den Rhein überquert und fliegen Luftangriffe, die Rote Armee hat Danzig erobert und ist auf dem Vormarsch. Es sieht nicht gut aus für das Tausendjährige Reich. Vor dieser historischen Kulisse gibt Peter Keglevic in seinem Roman „Ich war Hitlers Trauzeuge“ den Startschuss für den großen Volkslauf „Wir laufen für den Führer“. Der Lauf findet zum 13. Mal statt. Wie jedes Jahr soll der Gewinner auch 1945 Hitler am 20. April zum Geburtstag gratulieren. Volksläufe zu Hitlers Geburtstag? Gab es die? Nein, Keglevic hat diesen Lauf wie auch die Ereignisse entlang der Strecke erfunden. Der Autor spult jedoch alles so dicht vor der tatsächlichen historischen Wahrheit ab, dass sich beim Lesen Fiktion und Wirklichkeit vermischen. Weil all das, was sich Keglevic da ausdenkt, zumindest hätte möglich sein können.

Neugierig auf die gesamte Besprechung? Hier geht’s weiter…


Abbildung Cover: Rechte beim Verlag


Zum Buch:

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Peter Keglevic: Ich war Hitlers Trauzeuge.

Roman.

Knaus Verlag, München 2017

ISBN: 978-3-8135-0727-0

576 Seiten, 26 Euro